SCHON  0350BÄUME GEMELDET!

Baumgeschichten
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De ole Boom

Dor weer mal en olen Boom, de eensam sienen Geboortsdag fier. Nüms weer op sien Inladen kamen. Wohrschinelich weren ehre Wuddeln to oolt, üm enen lütten Footmarsch to maken. Siene Frünnen, de annern Bööm, weren ok al tweehunnert Johr oolt. De ole Boom kreeg denn doch noch Besöök vun en poor Insekten, Vagels, en Katteker un en poor Müüs. Denn fierten se den 250. Geboortsdag. Se maken en Boomsnitzeljagd un harrn veel Spaaß. As sien Gäst weg werden, dach de Boom: „Nächstes Johr fier ik wedderso!“ Levke Kabisch, Klasse 3
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Mitgemacht

256 Beiträge gingen im Rahmen des Schreibwettbewerbs „Alte Bäume - Ole Bööm“ beim SHHB ein. Darunter befanden sich 131 Beiträge von Kindern und Jugendlichen und 122 Beiträge von Erwachsenen. Hinzu kamen drei Gruppenbeiträge von Schulklassen. Die Preisübergabe an die Gewinner (siehe Foto links) fand auf einer Abschlussfeier im Wildpark Eekholt statt. Im Folgenden stellen wir eine Auswahl an Geschichten und Gedichten vor.
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Das grüne Gold

Vor vielen Jahren war der Blattwald ein beliebtes Urlaubsziel für Leute, denen es an heißen Tagen zu brütig in der Stadt wurde. Die vielen kräftigen Bäume spendeten den Menschen Schatten und der große klare See am hinteren Ende des Waldes war kalt und erfrischend. Doch nach und nach entwickelte sich die Menschheit weiter und die Klimaanlage wurde erfunden. Die Menschen hatten also nun zu Hause Abkühlung und sie ersparten sich den weiten Weg bis zum Wald.
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Das Herz von Schleswig-Holstein

Es war einmal ein alter Baum, der hinter einem großen Haus, tief im Herzen von Schleswig-Holstein, seine Wurzeln schlägt. Es sind sicherlich schon viele Menschen an ihm vorbei gegangen, doch keiner hat von ihm Notiz genommen. Sie denken, er sei ein ganz normaler alter Baum, aber das stimmt nicht. Denn wenn es Vollmond wird, passiert etwas Besonderes. Tief im Inneren des Baumes beginnt es zu pochen, wie ein Herz. Bumm Bumm – Bumm Bumm – sein Baumherz beginnt zu schlagen. Auf eine gewisse Weise lebt er, denn er ist ein Traumbaum.
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De Fründ

„Mien Fründ, de Boom“, heet en olen Slager vun de Sängerin Alexandra. Un in dat wehmödig Leed geiht dat denn wieder: „Mien Fründ, de Boom ..... is doot.“ Ja, is en trurigen Text. Un Alexandra gifft dat ja ok al lang nich mehr. Ik mutt an de Wöör in düt schöne Leed ümmer maal wedder denken. Nich jedeen Dag, aver tweemaal in de Week.
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De unendliche Geschicht

Mien Mudder hett den Artikel över de olen Bööm in de Zeitung leest un meen, of ik nich Lust heff, dor mittomaken. Mien Vadder, de mit an den Fröhstücksdisch seet, füng foorts an, vun den Eekboom to vertellen. 1972 sünd mien Vadder, sien Broder un sien Unkel op de Idee kamen, en Ganzdack-Speelhuus ut Larkenholt un Sworten in uns Goorn to buen. Vör dat Huus stellen se en Bank. Ünner düsse Bank kiem al in dat eerste Fröhjohr en Eekel. Bald müss de Bank weg, wlel dat he den Eekboom stören dee, de intwüschen ut de Eekel entstahn weer.
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De uurole Pappel

Do weer mal vör lange, lange Tiet en wuchtige Pappel, stütt vun en hogen Wall stunn se an de Kant vun en blöhen Buerngoorn. Majestäätsch raag se över all de annern Bööm un wenn se blöhen dee, rüük dat na söten Honnig. Enen dicken ast vun den Boom harrn se vör vele Johren afsaagt. De Rest vun den Ast worr mit de Tiet holl. En grote Kuhl harr sik bildt, de mit Heu un dröge Twiegen utpolstert weer. Vun hier ut kunn man liek in den Himmel kieken.
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Ein Traum von einem Baum

Es war einmal ein kleiner Baum. Er stand auf einem wunderschönen Hügel. Von dort aus konnte er das große blaue Meer sehen. Er fing an zu träumen, wie es wäre, ein großes Schiff zu sein. Dafür musste er aber noch ganz viel wachsen. Er brauchte Regen und Sonnenschein. Viele Jahre vergingen. Der Baum wuchs und wuchs und wurde immer größer und größer. An einem warmen Frühlingstag kam ein Mann auf den Hügel. Er sah den Baum und sagte: „So einen Baum habe ich schon lange gesucht, mit einem dicken Stamm und so schönen Ästen. Den kann ich gut gebrauchen.“
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Flederbeerboom

Wi seggt Flederbeerboom. Wi gaht to’n Flederbeerplücken. Wi drinkt Flederbeersaft. He heet ok Ellhorn un is ’n Busch, de de Minschen nalöppt, un is ’n Busch, de in Hecken wasst, an Muern un Huuswännen. An’n Messfaalt steiht he un in de Höhnerbucht, mang Plummen- un Appelbööm. He bruukt nich veel Platz, he bruukt nich veel Sünn. Hest em al mal raken In Junimaand? He driggt all Johren. Sien Beeren sünd för de Vagels dor. Sien Beeren sünd för de Minschen dor. Sien rugen Bläder nimmt de ool Fru to’n Bespreken, wenn de Doktern ich mehr helpen kann bi Gördelroos un Flecht.
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Ool Beernboom

Jümmers wedder kümmt een un seggt: he mutt afhaut warrn. Jümmers wedder kümmt een un seggt: driggt he denn noch? Jümmers wedder kümmt een un seggt: dat lohnt doch nich un denn dat vele Loof in Harvst un all de Arbeit! Kannst keeneen verkloren, wat he di bedüden deit, wo sien Leed klingt, wenn de Wind dörch de Bläder geiht, wo de Beern smeckt, wenn de Harvst se op’t Land smitt un wo ’t rüken deit ut ’n Backaven, wenn du Backobst maakst. Wat gifft nich allens, wat wi hegen un plegen doot un düssen olen Boom so mi nix di nix afhaun? Kannst dat nich verkloren,
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Geschichte - verwurzelt

Baumwurzel verknotet, gewunden gefunden gehalten in meinen Händen bewahrte Geschichte von stürmischen Stunden von Regentagen von Blättern und Blüten und Bienengesumm von bergenden Schatten und Weinen, noch stumm brach hier ein Ast? schnitt die Säge ein Stück? traf ein Blitz seine Tiefe? bleiben Wunden zurück? verwurzelt entwurzelt Kriegskinder der Welt Gedanken und Gefühle die mir die Baumwurzel in meinen Händen erzählt Gudrun Günther
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Karin ehr ole Wichel

Karin löppt ganz opgereegt na ehr Wichel. Dat is nich so ganz ehr Wichel, se nöömt ehr blots so. De Wichel steiht in en lütt Holt. Karin löppt noch gauer. Dor steiht ehr Wichel halv in Water. Karin deit ehren Slaapsack in en Korf. An den Korf is en Reep und at Reep is baven an en Tack knütt. Karin dörv hüüt op ehren Boom slapen. Karin kladdert geswind den Boom rop, keeneen schall ehr sehn. Wenn se ganz baven is, kann ehr ok keen mehr sehn, denn de Twiegen hangt as en dichten Vörhang rünner.
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Knick mit alten Bäumen

Im dunklen Laub verlieren sich ihre Jahre. Nur der Wind erfährt von dem was einmal war. Zwischen ihren Wurzeln schliefen Haselmäuse, Kühe drängten sich heißen Sommers in ihre Schatten. Von den Tagen meiner Kindheit wissen diese alten Bäume mehr als ich. Karl-Otto Detlow
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Mein Kastanienbaum

Als ich fünf Jahre alt war, musste ich mit meiner Familie umziehen. Ich war sehr traurig, den Kindergarten und alle meine Freundinnen zurück zu lassen. Als Andenken an meine Heimatstadt nahm ich mir eine kleine Kastanie, die von dem Kastanienbaum vor unserem Haus stammte, mit. Im neuen Haus pflanzte ich sie in unseren Garten, wo meine Kastanie viel Platz zum Wachsen hatte. Ich war mir sicher, sie würde eines Tages ein großer Baum mit vielen Kastanien zum Basteln werden. Zuerst geschah gar nichts, doch nach circa einem Jahr konnte man schon einen Trieb erkennen.
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Pinus, der alte Baum

Geboren war Amanda mitten im Zweiten Weltkrieg auf der Nordseeinsel Amrum, und dort war sie auch groß geworden. Man merkte auf der kleinen Insel nicht viel vom Kriegsgeschehen. Fast jeder kam durch Landwirtschaft und Gemüseanbau im Garten über die Runden. Blumenbeete gab es nicht. Amanda liebte den sehr übersichtlichen Inselwald und freute sich, wenn der Vorrat an Tannenzapfen im Korb neben dem Herd zur Neige ging und sie von ihrer Mutter beauftragt wurde, für Nachschub zu sorgen – denn ohne die Zapfen gestaltete sich das Kochen schwierig.
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Du ole Boom

Mit dem Bild der beeindruckenden Kattholzeiche bei Perdöl startete der Schleswig-Holsteinische Heimatbund seinen Schreibwettbewerb in niederdeutscher und hochdeutscher Sprache zum Thema „Alter Baum“. Als Anregung zum Mitmachen verfasste Marianne Ehlers das folgende Gedicht. Du ole Boom Groot büst du un dick dien Stamm gries büst du un oolt dien Holt hest veel sehn un veel beleevt Sünn maakt dien Bläder gröön Regen maakt ehr blank Kinner speelt un singt bi di de Kroon as Schuul un Telt Groten draapt un snackt bi di dien Holt hett allens höört
BINGO! - Die Umwelt Lotterie Schleswig-Holsteinischer Heimatbund e.V. Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein Landesamt fuer Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume - Schleswig-Holstein